Wie MyBloodFood funktioniert

Die Empfehlungen von MyBloodFood basieren auf wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen der Ernährungsforschung. Hier erklären wir die Grundlagen transparent.

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Das Kernprinzip

Jeder Biomarker im Blut steht in einem gut dokumentierten Zusammenhang mit bestimmten Nährstoffen. Diese Nährstoffe finden sich in konkreten Lebensmitteln. MyBloodFood übersetzt diesen Zusammenhang in verständliche, alltagstaugliche Empfehlungen – basierend auf den Nährstoffgehalten aus dem Bundeslebensmittelschlüssel (BLS) und dem USDA FoodData Central sowie den Referenzwerten der DGE und EFSA.

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Evidenzbasierte Ernährungsempfehlungen

Datenquellen
MyBloodFood basiert auf einem einfachen, aber wissenschaftlich soliden Prinzip: Jeder Biomarker im Blut steht in einem gut dokumentierten Zusammenhang mit bestimmten Nährstoffen – und diese Nährstoffe finden sich in konkreten Lebensmitteln. Die Empfehlungen in MyBloodFood stützen sich auf Daten aus drei Hauptquellen: dem Bundeslebensmittelschlüssel (BLS), der deutschen Referenzdatenbank für Nährstoffgehalte, dem USDA FoodData Central, der weltweit umfassendsten Lebensmitteldatenbank, sowie auf Referenzwerte der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und der European Food Safety Authority (EFSA).
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Warum Biomarker und nicht Symptome?

Biomarker-Logik
Viele Nährstoffmängel entwickeln sich schleichend und zeigen erst spät klinische Symptome. Ferritin zum Beispiel kann bereits deutlich erniedrigt sein, bevor klassische Anämie-Symptome auftreten. Vitamin D-Mangel ist in der Bevölkerung weit verbreitet, verursacht aber oft nur unspezifische Beschwerden wie Müdigkeit oder Stimmungsschwankungen. Durch die direkte Messung von Biomarkern im Blut erhalten wir einen objektiven, quantitativen Einblick in den Nährstoffstatus – unabhängig von subjektiven Symptomen. Dies ermöglicht gezieltere und personalisiertere Ernährungsempfehlungen.
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Food-first: Warum Lebensmittel vor Supplementen?

Food-first Prinzip
MyBloodFood folgt dem "Food-first"-Prinzip der modernen Ernährungswissenschaft. Lebensmittel liefern Nährstoffe in einer Matrix aus Begleitsubstanzen – Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, andere Mikronährstoffe – die die Aufnahme und Wirkung verbessern können. Studien zeigen, dass die Bioverfügbarkeit von Nährstoffen aus Lebensmitteln oft besser ist als aus isolierten Supplementen. Zudem sind Lebensmittel sicherer: Eine Überdosierung durch normale Ernährung ist kaum möglich, während hochdosierte Supplemente Risiken bergen können. MyBloodFood empfiehlt daher primär Lebensmittel und informiert über Portionsmengen, die einen relevanten Beitrag zur Bedarfsdeckung leisten.
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Normwerte und Referenzbereiche

Referenzwerte
Die Normwerte in MyBloodFood orientieren sich an den Referenzbereichen der DGE, EFSA und internationalen Fachgesellschaften. Wichtig zu verstehen: Laborwerte im "Normbereich" bedeuten nicht automatisch "optimal" – die Referenzbereiche beschreiben die Verteilung in der Bevölkerung, nicht den individuell optimalen Wert. MyBloodFood unterscheidet zwischen drei Status-Kategorien: "Zu niedrig" (unter dem Referenzbereich), "Im Normbereich" (innerhalb der Referenzwerte) und "Zu hoch" (über dem Referenzbereich). Auch bei Werten im Normbereich können gezielte Ernährungsempfehlungen sinnvoll sein, um den Wert stabil zu halten.
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Grenzen und Transparenz

Transparenz
MyBloodFood ist ein Wellness-Tool, kein medizinisches Diagnose-Instrument. Die Empfehlungen ersetzen keine ärztliche Beratung und sind nicht für die Behandlung von Erkrankungen gedacht. Einige wichtige Einschränkungen: Wechselwirkungen zwischen Nährstoffen (z.B. Calcium hemmt Eisenaufnahme) werden vereinfacht dargestellt. Individuelle Faktoren wie Erkrankungen, Medikamente oder genetische Varianten können die Nährstoffaufnahme beeinflussen und werden nicht berücksichtigt. Die KI-Analyse des Laborberichts kann Fehler machen, besonders bei ungewöhnlichen Laborformaten. Wir empfehlen, die Empfehlungen von MyBloodFood als Orientierung zu nutzen und bei konkreten gesundheitlichen Fragen immer einen Arzt oder Ernährungsberater zu konsultieren.

Ausgewählte Forschungsergebnisse

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FerritinHallberg & Hulthén (2000), Am J Clin Nutr

Häm-Eisen aus Fleisch hat eine 2-3x höhere Bioverfügbarkeit als Nicht-Häm-Eisen aus Pflanzen. Vitamin C erhöht die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen um bis zu 6-fach.

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Vitamin DHolick (2007), NEJM

Vitamin D3 aus Lebensmitteln (Fettfisch, Eigelb) erhöht den 25-OH-D-Spiegel effektiver als D2. Fettreiche Mahlzeiten verbessern die Absorption.

Vitamin B12Watanabe (2007), Exp Biol Med

Cobalamin aus tierischen Produkten ist direkt bioverfügbar. Fermentierte Lebensmittel wie Natto enthalten aktives B12, aber in geringen Mengen.

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Omega-3Calder (2015), Ann Nutr Metab

EPA und DHA aus Fettfisch werden direkt ins Gewebe eingebaut. ALA aus Pflanzen (Leinöl) wird nur zu 5-15% in EPA/DHA umgewandelt.

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MagnesiumSchuchardt & Hahn (2017), Curr Nutr Food Sci

Magnesium aus Nüssen und Hülsenfrüchten hat eine Bioverfügbarkeit von 30-40%. Phytate in Vollkornprodukten können die Aufnahme hemmen.

Verwendete Datenquellen

Bundeslebensmittelschlüssel (BLS)

Deutsche Referenzdatenbank für Nährstoffgehalte in Lebensmitteln

USDA FoodData Central

Weltweit umfassendste Lebensmitteldatenbank des US-Landwirtschaftsministeriums

DGE Referenzwerte

Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr der Deutschen Gesellschaft für Ernährung

EFSA Dietary Reference Values

Europäische Referenzwerte der European Food Safety Authority

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Wichtiger Hinweis

MyBloodFood ist ein Wellness-Informationstool und kein medizinisches Diagnose-Instrument. Die Empfehlungen ersetzen keine ärztliche Beratung und sind nicht für die Behandlung von Erkrankungen gedacht. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder auffälligen Laborwerten wende dich bitte an einen Arzt oder qualifizierten Ernährungsberater.

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